Venezuela [D/E]

Reisebericht
Hallo Freunde,
wir sind gerade aus 3 Wochen Urlaub in Venezuela
und Brasilien zurückgekommen. Für uns aus dem "Westen" kann man es
nur als erstaunlich bezeichnen, sowohl positiv als auch negativ. Natürlich sucht
man sich aus, wo man hin geht, weshalb man vom Negativen nicht so viel
mitbekommt, aber es existiert natürlich.
Man sieht Dinge, die kaum anderswo auf der Welt
gibt, z.B. hunderte von Wasserfällen, in denen man baden kann (Massage und Whirlpool
inklusive) oder 3 Cent der Liter Benzin. Als Nachteil muß
man ansehen, daß es immer noch ein Land der 3. Welt
ist, nicht besonders sicher und nicht gerade sauber, was auch für das Essen
gilt.
Das Hochland von Guayana, besonders die Gran Sabana an der Grenze zu Brasilien und Guyana sind allerdings
recht angenehm. Fast überall gibt es Trinkwasser, außer in den wenigen
"Städten". Es ist nicht zu heiß (26°) und das tägliche Bad in einem
Wasserfall hält frisch.
Eine Fläche von der Größe Bayerns und
Baden-Württembergs wird von 100000 Einwohnern besiedelt. Es gibt zwar viele
Siedlungen, aber die meisten bestehen nur aus ein paar Eingeborenen-(Indio-)
Hütten. Wir haben ungefähr 5 Diamanten und andere Edelsteine und Halbedelsteine
gefunden, außerdem ein paar UFO-Landeplätze besichtigt. UFOs
haben wir zwar keine gesehen aber es ist interessant, daß
ganz gewöhnliche Leute wie selbstverständlich erzählen, daß
sie so etwas schon ein oder zwei mal in Ihrem Leben gesehen haben. Dann
berichten manche über Pyramiden im Regenwaldoder unterirdische
Städte. Also ideale Voraussetzungen für die nächste Abenteuerreise.
Was gibts noch? Schwarze
Skorpione, explodierende Selbsmord-Käfer und 10 Meter
lange Anacondas. Die immer präsenten Fliegen (genannt
Puri-Puri, stechen nicht sondern beißen) sind relativ
harmlos und weniger lästig (und juckend) als Moskitos. Aber dafür sehr zäh! Hau
einmal drauf, zweimal, dreimal, verdammt, wollen die Dinger ewig leben? Ich
habe schließlich einen Weg gefunden: sie ersaufen in Schweiß.
Schwarze Mambas gibt es auch
aber sie sind sehr scheu. Man darf nur nicht zu nah an Felsspalten kommen, wo
sie sich aufhalten und sich dann bedroht fühlen, weil sie keinen Ausweg haben.
Das Land ist fühlbar energetisch und ausstrahlend.
Eisenerzadern durchziehen den gesamten Boden. Wir sind ein Flußbett
entlanggelaufen bestehend aus 2 km massivem Rotem Jaspis, einem Halbedelstein,
für den man (für einen Anhänger-großen Stein) im Schmuckgeschäft oder Esoterikladen
schon ein paar Euros hinlegen muß.
Im Canaima Nationalpark gibt
es den höchsten Wasserfall der Erde, den Salto Angel mit über 1000 Metern Höhe.
Die Spitze ist leider meistens in Wolken, weil der Tepuy,
oder Tafelberg, von dem er entspringt so hoch über die Ebene herausragt.
Insgesamt auf 2600 m Höhe.
Wegen der geringen Chance, den ganzen Wasserfall
zu sehen und weil wir bereits über 50 Wasserfälle gesehen haben, entschieden
wir uns, die letzten 4 Tage an der karibischen Küste zu verbringen, statt den
teuren Trip nach Salto Angel, den man nur mit dem Flugzeug erreichen kann. Das stellte
sich als Fehler heraus.
Die hygienischen Verhältnisse an der Küste waren
deutlich schlechter und es gab kein gutes Essen. Wir hatten zwar den ganzen
Strand für uns allein, ein echtes Paradies. Aber ein Tag vor unserem Abflug
bekam ich Durchfall. Meine Frau hatte mehr Glück, sie bekam ihn erst einen Tag
nach unserer Ankunft. Trotzdem nicht sehr angenehm. Trotzdem ein phantastisches
Erlebnis, das ich nur empfehlen kann.
Übernachtungen kosten nur 10 € pro Zimmer
(Doppel-) und ein dicker Geländewagen kostet 50 € am Tag. Benzin
praktisch nichts. Essen und Trinken ist ebenso preiswert. Nur Flüge sind so
teuer wie bei uns, und der Flug hin und zurück ist natürlich auch ganz schön
teuer.
Zwischen Februar und April ist Trockenzeit. Wir
hatten nicht einen Tropfen Regen die ganze Zeit, nur zweimal war morgens die
Straße naß. Einige Wasserfälle waren deshalb leider
ausgetrocknet, allerdings hatten viele andere mehr als genug. Außerdem ist es
dringen anzuraten wenigstens nur das einfachste Spanisch zu sprechen. Ohne die
Sprache ist man dort verloren.
Ganz besonders lecker sind die überall zu
bekommenden „jugos naturales“,
frisch gemachte Obstsäfte aus tropischen Früchten für meistens nur 1 €. Am
leckersten fanden wir Mora und Guayaba.
Wer auf Nummer sicher gehen will bestellt „sin hielo“ (ohne Eis), da hat man dann auch mehr
Fruchtsaft. Alles in allem eine sehr schöne Reise und unbedingt zu empfehlen,
Travel Report
Dear friends,
we just came back from a 3 weeks
travel to
As a downside, it's still a third world country
and not very safe, not the best food and in some places (not in all) really
dirty. The Guayana highlands, especially the Gran Sabana on the border to
There are quite a lot of settlements, mostly
indigenous people, but seldom more than a few huts. We mined about 5 raw
diamonds and other gemstones and visited some alledged
UFO landing sites. We saw none of them but apparently many of the people living
in the vicinity have observed strange objects in the air a couple of times
during their life. Also other interesting yet strange reports
about pyramids in the rainforest and ancient underground cities. Definitely a setting for the next real adventure tour.
What else? Black scorpions, exploding suicide bugs
and 10 m long Anacondas. The always persent biting
flies (called Puri-Puri) are quite harmless and far
less a nuisance than mosquitoes. But very sturdy.
Smack it once, twice, again, again, hell, want to live
forever? I finally found a way - they drown in sweat. Black mambas are shy but
you should not come close to crevices in the rocks. The land is sensibly
energetic. Veins of iron ore pervade the ground. We have walked a river bed
made of 2 kilometres of solid Red Jaspis, as semi-precious
stone sold in gem shops at home for a couple of Euros for a candy-sized stone.
In the Canaima national
park you can see the earth's highest waterfall, the Salto Angel with over 1000
metres of height. The top is sadly mostly in clouds as the Tepuy,
or table mountain from which it emerges is elevated that much above the
surrounding land, reaching 2600 m above sea level.
Because of this small chance to see anything at
all and because we had already seen about 50 waterfalls, many of them a real
beauty, we decided to spend the last 4 days on the Caribbean Sea instead of making
the expensive trip to Salto Angel, which can only be reached by aeroplane (it
is in the middle of nowhere, no road or path leading there, and the savanna impossible to cross even with the best off-road cars).
One day before we flew back I got diarrhea. My wife had more luck, got it right after we
returned. Still a lousy experience. We were still lucky
to not have it gotten in between. I think it was because of the region we
visited. It was very hot there on the coast and there was no western type food
available, we had to eat out at the local restaurants every day. This turned
out to be a mistake. Still, a great experience which I can
only recommend.
Accomodation is about 10 € per
room (double) per night, and we rent a sizeable jeep for 50€ per day. Gasoline practically nothing. Eating and drinking out is
likewise cheap. Only flights are about as expensive as here,
and of course the flight to
It is also highly recommended that you speak at
least a very basic Spanish. Otherwise you are lost.
We were especially fond of the local „jugos
naturales“, freshly made juices from tropical fruit for usually 1
€. Our favourites were Mora and Guayaba. Cautious travellers order „sin
hielo“ (without ice). You also have more juice in the glass. All in all a
very interesting trip and very recommendable!








