Norge
Norwegen Norway Norvège Norvegia

Reisebericht
Norwegen
ist - man könnte es fast vermuten – nicht nur ein raues und sehr weit
entferntes, sondern auch ein kaltes Land. Deswegen haben wir uns den in Deutschland
normalerweise hochsommerlichen August als Reisezeit ausgewählt.
Für
die Anfahrt haben wir und 4 Tage Zeit genommen, um auch Sehenswürdigkeiten auf
dem Weg in die Fjorde mitzunehmen. Zwischenstopps legten wir an der dänischen
Grenze bei Glücksburg, in Kopenhagen, den Schärengärten nördlich von Göteborg
und in Oslo ein, damit nachher keiner sagen konnte „was, ihr habt Oslo
nicht gesehen?“
Dem
Wetterbericht zum Trotz haben wir bis kurz vor Oslo perfektes Wetter, dann
allerdings beginnt es zuzuziehen. Der schönere Abschnitt der vorletzten Etappe
entlang des Oslofjordes sowie Oslo selbst empfangen uns dann mit grauen Wolken,
Böen und schließlich Regen. In den Osloer Straßencafes gibt es zwar Decken zum
draußen sitzen, aber so abgehärtet sind wir nun doch wieder nicht…
Auf
dem Weg durch den Jotunheimen Nationalpark, einem
Hochgebirgszug, der im Westen an den Sognefjord
angrenzt, haben wir bis Lom Sonnenschein, auf dem
zerklüfteten und landschaftlich reizvolleren zweiten Teilabschnitt aber nur Regen
und Nebel. Die Fahrt zum Fährhafen verheißt nichts gutes, aber trotz dunkler
Wolken bekommen wir ab Abend auf unserer kleinen Insel doch noch einen
romantischen Sonnenuntergang.
Norwegen
erinnert in vielem an die irische Küste oder Atlantic Canada.
Die schroffen Küsten, Schafe, Nadelwälder und die typischen Holzhäuser –
alles wirkt wie schon einmal gesehen und doch ist alles anders, schöner,
eindrucksvoller. Vor allem die Fjorde mit ihren steil aufragenden Felswänden
und dem Farbenspiel, das satte Grün der Wiesen, das klare Himmelblau (wenn
keine Wolken alles grau tünchen) und das Schwarz des tiefen Meeres
kontrastieren mit feuerroten oder blendend weißen Fassaden, Schiffen,
Leuchttürmen.
Das
Licht hier oben ist irgendwie anders. Vielleicht liegt es an der klaren Luft,
dem akuten Mangel an Feinstaub oder am Salzgehalt, dass nicht nur Farben
sondern auch Gerüche und Empfindungen kräftiger und eindrucksvoller wirken.
Das
Wetter ist mäßig. 16 Grad Lufttemperatur und zwischendurch ein wenig
Sonnenschein. Bei dem Seegang ist Inselspringen kein Spaß. Wir wandern auf die
drei Gipfel, die unsere Insel zu bieten hat und genießen den Ausblick auf
unseren Hafen, die umliegenden Inseln und Fjorde und die steilen Küstenhänge.
Abends gönnen wir uns die Sauna in unserem Ferienhaus. Ich schlafe wie ein
Stein. Reisen macht müde.
Der
Rest der Woche so schlechtes Wetter, dass wir kaum aus dem Haus (der Sauna)
raus kamen - zum Glück kann man fast sagen, denn sonst würde der Reisebericht
noch viel länger! Den Abstecher nach Bergen hätten wir uns sparen können. In
diesem Regenloch konnten wir nichts anderes erwarten als Scheibenwischer auf
Stufe 3. Aber wenn man schon mal da ist, naja die
Bilder sind trotz Regen erstaunlich gut geworden.
Die
zweite Woche ging’s dann weg von der Küste ein wenig ins
„Landesinnere“. Der Hornindalsvaten, mit
514m der tiefste See Europas, ist ein Ausläufer des Nordfjordes und wir blicken
von unserem Haus genau auf ihn hinab. Windgeschützt am Hang mit Whirlpool und
Kamin ist uns das Wetter egal, aber wir haben Glück. Nach ein paar Tagen klart
es auf und wir können bei strahlendem Wetter eine Bootstour unternehmen.
Unglaublich, wir sind die einzigen auf dem ganzen See. Der ebenso große
Chiemsee wäre überfüllt mit Seglern, Surfern und Tretbootfahrern.
Wir
nutzen die Chance und begeben uns zum Geirangerfjord,
einer der größten Attraktionen Norwegens. Von mehreren Aussichtspunkten und
während der einstündigen Fährüberfahrt kann man die steilen Felsen, die
Wasserfälle und Regenbögen bestaunen. Vom Dalsnibba hat
man einen imposanten Rundumblick auf Fjord und Fjell (Fjell = Gebirge).
Ein
Abstecher zum Westkap rundet unseren Eindruck von der wild zerklüfteten
Küstenregion Mittelnorwegens ab. Auch bei schlechtem Wetter ist das Schauspiel
der Natur beeindruckend für die Sinne, auch wenn es der Apparat nicht so
festzuhalten vermag wie bei strahlendem Sonnenschein.
Die
Rückreise nach zwei Wochen Aufenthalt belohnt uns noch einmal mit türkisblauen
Seen, einem reißenden Gebirgsstrom und einem Blick zurück auf die Sonne, die im
Westen über Norwegen untergeht. Ein geplanter Zwischenstopp in Schweden fällt
aus. Mit Pausen und Fähre, aber ohne Übernachtung sind wir 28 Stunden
unterwegs. Die Heimat begrüßt uns mit milden 25 Grad. Es ist vollbracht.
Norwegen
ist ein echtes Juwel für jeden Naturliebhaber. Die Ferienhäuser sind im
Vergleich zu Südeuropa preiswert, sehr sauber und gut ausgestattet. Teuer sind
lediglich Lebensmittel und der Sprit, wenn auch mehr wegen der großen
Entfernungen als wegen der 10 Cent, die der Liter Super im Erdölexportland
teurer ist als im rohstoffarmen Deutschland.
Sparen
kann man durch mitbringen von Proviant aus Deutschland und den Verzicht auf
frische Lebensmittel und vor Ort gekaufte Süßigkeiten. Tiefgefrorenes,
Marmelade und Tee ist vergleichbar mit teureren Supermarktketten wie Tengelmann
oder Minimal. Obst, Gemüse und Salat sind unbezahlbar: Das doppelte, wenn nicht
dreifache und mehr, wenn man mit Aldi vergleicht! Und natürlich Fleisch und
Alkohol, aber das kaufen wir ja nicht J
Wer
dies beachtet, kann in Norwegen einen preiswerten und wunderschönen Urlaub
verbringen. Absolut empfehlenswert für Wanderer, Bootsfahrer, Angler, nicht
völlig von Gameboy und Handy verblödete Kinder.
Nichts für Sesself**zer, Schickimickis und
Großstadtkids. Zum Trost: Burger King gibt’s an jedem Kuhstall und der
Empfang in allen Netzen ist lückenlos.
Na
denn – auf nach Norwegen!
Travel report
For the way up we planned four
full days for the sake of having enough time for seeing the great attractions
along the route. Stopovers were made at the Danish border, in
In spite of the weather
forecast we enjoyed excellent weather until
On the way to
The light itself is different
here in the high North. Perhaps because of the clean sky, the lack of fine
dusts or the salty air, not only the colours but also odours and sensations
seem stronger and more intensive.
The weather is moderate: 16
degrees Celsius (about 60 F) air temperature and sporadic sunshine.
Island-hopping is no fun at this sea condition. So we climb the three peaks of
our small island and enjoy the view upon our harbour, the surrounding
archipelago, the Fjords and the steep coastal chutes. Evenings we take a sauna
ion our cottage. I sleep like a stone. Travel tires.
The next few days are rainy,
so we stay in the sauna. The side trip to
Our second cottage was further
away from the coast. The Hornindalsvaten is
We stay another week in this
very nice house with all amenities of a permanent residence. The weather is dry
and occasionally sunny and warm. From here is only a jump to the famous Geirangerfjord. From several vista points and the one-hour
ferry crossing you can see the steep rocks, waterfalls and rainbows. The Dalsnibba top offers an impressive round view of the Fjord
and Fjell area. (Fjell=mountain).
The route back after our
two-week stay in the cottages rewards us with turquoise lakes, river rapids and
a look back on the sun setting over Norway that we had just left behind to the
west. A stopover in
This regarding, and assuming
you drink no alcohol,
Well then – to
























