Neuseeland

29. Mai - 29. August 2008

 

Teil 1. Die Ankunft

 

Am 29. Mai sind wir nach gut 3,5 Stunden Flug von Sydney nach Auckland Neuseeland angekommen. Als ich diese Zeilen schreibe sind seit  unserer Ankunft hier schon 6 Wochen vergangen und wir haben uns schon fast eingelebt. Natürlich ist aller Anfang schwer, aber nachdem man alle kleinen und größeren Schwierigkeiten hinter sich gelassen hat, kann man anfangen sich ein wenig heimisch zu fühlen. Das Städtchen namens Gisborne, in dem wir wohnen, zählt ca. 32.000 Einwohner und hat alles was man fürs Leben braucht. Die Stadt hat sogar einen kleinen Flughafen und ein eigenes Krankenhaus.

 

Gisborne liegt an der Bay of Poverty. Genau hier hat James Cook zum ersten Mal seinen Fuß auf neuseeländischen Boden gesetzt. Die Maori waren ihm jedoch bei seiner ersten Ankunft nicht besonders wohlgesonnen. Und da er  hier auch keinen richtigen Proviant finden konnte nannte er die Bucht Bay of Poverty, was so viel heißt wie Bucht der Armut. Ironischerweise ist der Wohlstand in dieser Gegend im Vergleich zum Rest des Landes nicht besonders hoch und darum wurde vorgeschlagen, den Namen der Bucht zu ändern. Der psychologische Effekt des Namens könnte unter Umständen der Grund dafür sein, warum der Wohlstand niedriger ist.

 

Die Gegend ist mit Ausnahme Rotoruas die mit dem höchsten Maori-Anteil in Neuseeland (über 40%). Man muss allerdings dazu sagen, dass fast jeder Neuseeländer irgend einen eingeborenen Vorfahren hatte und wenn das dokumentiert ist, darf er sich Maori nennen. Das gibt Vorteile bei der Steuer und im Sozialamt. Viele Maoris fühlen sich durch die hauptsächlich aus England stammenden Siedler unterdrückt. Das gilt aber nicht für alle.

 

Da sich die Ureinwohner in der Gegend um Gisborne, im Gegensatz zu vielen anderen Stämmen, im 10. Jahrhundert gegen die Zentralregierung aufgelehnt haben, wurden sie auch tatsächlich unterdrückt. Die Aufständischen wurden enteignet oder bei Geschäften benachteiligt. Die stolzen Maori-Krieger mussten sich für gewöhnliche Arbeit verdingen und das nagt bis heute an ihrem Selbstbewusstsein. Die Arbeitsmoral ist angeblich niedriger als bei den „Pakehas“ (Weißen) und Geld wird oft für Alkohol und Drogen ausgegeben, wie man das auch von anderen Naturvölkern kennt, die mit der „Zivilisation“ konfrontiert wurden.

 

Viele sind auch in kriminellen Banden (Gangs) organisiert und man sollte deshalb nachts nicht durch die Straßen laufen (auch nicht zu zweit). Geklaut wird immer und überall und die Polizei hat absolut keine Lust, sich mit den Gangs anzulegen. Am besten, man hat nichts, dann kann einem auch niemand etwas klauen. Wie wir später herausgefunden haben, ist die hohe Kriminalität ein recht junges Phänomen (mit Beginn seit Ende der 90er) und wird maßgeblich getrieben von Organisationen, die ihren Hauptsitz in den USA haben. Es ist momentan das größte von vielen Problemen, die Neuseeland hat.

 

Die Landschaft rund um Gisborne ist jedoch wunderschön. Eine Art Mix aus Norwegen, Irland und dem Allgäu. Außerdem hat Gisborne sehr schöne und breite Sandstrände und das Wasser scheint manchmal türkis. Leider ist es zum Schwimmen zu kalt. Aber wenn ich die Wellen sehe, würde ich es manchmal am liebsten wagen. Die Surfer sind fast bei jedem Wetter draußen. Die Zehenspitzen habe ich auch schon mal reingestreckt aber mehr auch nicht, es ist einfach zu kalt, zumal auch immer eine kleine Brise weht. Es ist angeblich eines der besten Surfreviere der Welt (bezüglich Häufigkeit guter Surf-Wellen).

 

Wir wohnen in einer kleinen 2-Zimmerwohnung zusammen mit Esther. Sie ist 24 Jahre alt und arbeitet auf dem gleichen Amt wie Kerstin. Die Wohnung liegt genau im Zentrum. Esther war 7 Monate in Indien und so ist ihre Wohnung mit indischen Accessoires ausgestattet. Uns gefällt das ganz gut. Obwohl die Wohnung zentral gelegen ist, ist sie nachts, mit wenigen Ausnahmen, ruhig. Leider ist die Wohnung schwer warm zu bekommen. Die Häuser haben keine Zentralheizung. Es gibt lediglich kleine Öfen, die man von Raum zu Raum ziehen kann. Unser elektrischer Ofen steht im Wohnzimmer. Alle Hitze, die er erzeugt, geht eigentlich direkt durch die Wand nach draußen. Also am besten setzt man sich davor.

 

Wenigstens haben wir ein warmes Bett und wir machen jeden Abend Wärmflaschen. Also gleich mehrere. Wir lassen den Ofen mehrere Stunden am Tag laufen und sind schon auf die Rechnung gespannt. Aber besser als frieren. Obwohl es tagsüber draußen 15 ° C hat und das eigentlich nicht kalt für den Winter ist, sind 15° C oder weniger in der Wohnung einfach zu kalt. Manchmal ist es sogar draußen wärmer als in der Wohnung. Wir ziehen deshalb mehrere Schichten an Kleidern übereinander. Wenn es regnet, ist es auch nachts nicht so kalt. Sonst kann es schon mal 0 Grad haben, eher aber 5-8.

 

Die Wohnung ist nur 10 Minuten vom Büro entfernt. Die Kollegen und auch Esther sind sehr nett und hilfsbereit. An manchen Tagen klappt es mit der englischen Verständigung besser, an anderen wieder nicht. Die Leute sind hier aber stets geduldig. Am Anfang ist die Umstellung von deutsch auf Englisch schwierig. Ständig muss man alles was man sagen möchte erstmal in seinem Kopf übersetzen. Das Gehirn stellt sich aber nach einer gewissen Zeit um und die Wörter kommen automatisch auf Englisch. Inzwischen kann Kerstin ziemlich gut Englisch und ich fange schon an, deutsche Wörter zu vergessen. Aber immer wenn man glaubt, man hätte das Englisch jetzt endlich kapiert, kommt garantiert von jemandem eine Redewendung, die man überhaupt nicht versteht und man kommt sich ziemlich blöd und unfähig vor.

 

Das Obst, das man hier zu kaufen bekommt ist sehr gut. Zu dieser Jahreszeit sind die Mandarinen und die Kiwis besonders billig und auch total lecker. Ein Kilo Kiwi kostet umgerechnet ca. 1.20 €, im Sale auch schon mal die Hälfte. Salat und Gurken sind dagegen sehr teuer. Salatgurken kosten 3 €, Blumenkohl 6 €! Gut, dass wir keinen Appetit (mehr) darauf haben.

 

Teil 2. Die Eingewöhnungsphase

 

Gisborne, benannt nach einem Britischen Gouverneur, ist hauptsächlich bekannt als Ferienort für Neuseeländer, nicht so sehr für ausländische Touristen. Es gibt hier einen feinsandigen, etwas dunklen Strand und im Sommer muss hier richtig was los sein. In der Sprache der Ureinwohner heißt Gisborne "Turanganui", das bedeutet "der als erster das Licht sieht". Tatsächlich ist es die erste Stadt auf der Welt, in der jeden Tag die Sonne aufgeht. Die Datumsgrenze ist nicht weit östlich von hier und außer ein paar unbewohnten Inseln gibt es nur noch kleine Dörfer, die näher "am neuen Tag" dran sind. An Sylvester 2000 war deshalb hier besonders viel los und der Ort wurde ein wenig bekannter in der großen weiten Welt.

 

Öffentlichen Verkehr gibt es praktisch nicht. Da das Land weitläufig ist, die Straßen breit, die Grundstücke groß, ist man ohne Auto ganz schön aufgeschmissen. Wir haben einen Mietwagen und erkunden an den Wochenenden die näher gelegenen Sehenswürdigkeiten. Der Film „Whalerider“ wurde nur 30km nördlich von hier in einer Bucht gedreht. 20km weiter ist „Cook’s Cove“, eine wirklich traumhaft schöne Bucht, die man erst nach stundenlangem Marsch erreicht und weswegen man dort meistens ganz allein ist. Richtung Süden gibt es heiße Quellen, Wildwasserbäche und natürlich Strand ohne Ende.

 

Das Wetter ist aber ganz gut für diese Jahreszeit. Der Regen, den wir im Juni hatten, ist weg und die Sonne wärmt einen schon ein bisschen. Alles in einem gefällt uns der Aufenthalt ganz gut und Kerstin ist froh, die Auslandserfahrung zu machen. Ich komme mit meiner Arbeit nicht so gut voran wie erwartet, weil man immer etwas anderes hier organisieren muß (und auch alles länger dauert als bei uns). Z.B. hat der Internetanschluß 2 geschlagene Wochen gedauert und einige Probleme waren vor Abreise immer noch nicht behoben.

 

Kerstin hat bei ihrem Praktikum Verstärkung aus Deutschland bekommen. Zwei deutsche Jungs, die das gleiche studieren und auch Praktikum im Gisborne District Council machen. Da fühlte sie sich gleich besser, nur mit dem Englisch lernen war’s dann vorbei. Von nun an wird im Büro deutsch gesprochen! Die zwei armen hat es besonders hart getroffen. Sie wohnen bei einem, na sagen wir, nicht so ordentlichen Menschen und seinem minderjährigen, aber nicht minder schlampigen Sohn. Deren Schlafzimmer ist so kalt, dass man den Atem sehen kann. Gut, die Kälte tötet die Bakterien auf dem Bettzeug ab, sagen sie sich jeden Abend.

 

Allerdings haben sie auch hin und wieder Kakerlaken, und denen macht die Kälte nichts aus. Haben wir ein Glück mit unserer Unterkunft, Kerstin würde wahnsinnig werden! Ah ja, und der Freund des Sohnes, ca.16 Jahre alt, den kann man mit pinkfarbenen Minikleid, Krönchen und Zauberstab in Gisborne auf der Straße sehen. Abgefahren, gell? Wobei das Minikleid nichts Besonderes ist. Viele Mädchen laufen hier barfuß, mit Sommerkleidung und triefenden Nasen rum. Eine Erkältung im Winter zu haben ist das Normalste der Welt in Neuseeland.

 

Alle Kiwis, auch die im Winter nackt rumlaufen, schwärmen vom Sommer und wünschen ihn sehnlichst herbei: dann verbringen sie die meiste Zeit am Strand bei Baden & Barbecue. Dann verdoppelt sich auch Gisborne’s Einwohnerzahl (auf über 60000). Viele halten uns für bescheuert, weil wir im Winter hier sind. Der Vorteil ist, daß man nicht für einen Touri gehalten wird, weil es ja im Winter keine Touris gibt. Da kommt es dann schon mal vor, daß man gefragt wird ob man Südafrikaner ist, wegen dem „Accent“. Südafrikaner gibt es einige hier, weiter im Norden ganze Kolonien. Die verlassen in Scharen ihr Land und fühlen sich hier heimisch: man spricht Englisch, spielt Rugby, surft und feiert Weihnachten in kurzen Hosen.

 

Ach ja, falls der Ausdruck „Kiwi“ Verwirrungen auslöst. Der Kiwi ist ein nachtaktiver flügelloser Vogel, ähnlich einem Huhn. Er hat einen sehr langen Schnabel und sein Ei ist fast so groß wie er selbst, so daß jede Geburt ein echtes Drama ist. Es ist das größte endemische (nur in Neuseeland vorkommende) Tier und ist deshalb das hiesige Wappentier. Die Neuseeländer nennen sich selbst „Kiwis“ und deshalb hat die Bezeichnung auch keinen negativen Beigeschmack. Hier ist man eben stolz, ein Kiwi zu sein. Die Frucht heißt erst so, seit sie nach Europa exportiert wird. Eigentlich heißt sie Chinese Gooseberry (Chinesische Stachelbeere) und wurde auf Wunsch der Agrar- und Exportindustrie nach einem Namenswettbewerb in „Kiwi Kiwi“ umbenannt. Heute heißt sie offiziell „Kiwifruit“, gebräuchlich ist aber, wie bei uns, einfach nur „Kiwi“.

 

Auf Maori heißt Neuseeland übrigens Aotearoa, das bedeutet „Land der langen weißen Wolke“. Jetzt verstehen wir auch, warum es hier so viel regnet.

 

Teil 3. Der Putz vom Paradies bröckelt ab

 

Viele Dinge hier sind ziemlich amerikanisch. Besonders das Konsumverhalten, Fast Food und so. Die Leute lassen den Motor laufen, wenn sie aussteigen, das Licht an, wenn sie aus dem Haus gehen usw. Auch die Kriminalität hat etwas Amerikanisches. Es vergeht keine Woche, in der nicht von irgendwelchen Überfällen, Morden, Bandenkriegen usw. berichtet wird. Meistens "zum Glück" in der Gegend von Auckland. Gates Communities wachsen wie Pilze aus dem Boden, private Sicherheitsdienste boomen. Einem Praktikanten wurde das Notebook gestohlen. Die Sachen sprechen sich herum, auch wenn sie natürlich nicht so häufig passieren, wie es sich anhört. Aber da sind so ein paar Dinge dabei, die sollten einem nicht passieren: Mord, Gruppenvergewaltigung, Entführung…

 

Asiaten sind oft Ziel geplanter Attacken von Banden (Pakehas werden meistens nur beklaut), auch sonst mögen viele der ärmeren Neuseeländer Ausländer nicht (höchstens ihr Geld). Die Chinesen wollen jetzt ihre eigenen Triaden hier herholen, um sich gegen Überfälle zu schützen. Die Inder schließen sich an, weil sie keine eigenen Organisationen haben. Die Inder wollen auch eher wieder gehen, die Chinesen wollen bleiben. In Auckland sieht man sehr viele Asiaten, praktisch alle Bedienungen und Verkäufer, Taxifahrer usw. sind Asiaten.

 

Die Regierung unterstützt den Rassismus durch ihre „100% Pure New Zealand“-Politik. Eine Firma, die zu 100% Neuseeländern gehört und bei der 100% Neuseeländer arbeiten, darf das Gütesiegel „100% Pure New Zealand“ führen. Also so etwas wie „dieses Geschäft ist 100% Arisch“. Wenigstens kriegen die, die nicht „100% Pure“ sind, keinen gelben Aufkleber oder so. Gerade für uns Deutsche sind das doch sehr interessante Einsichten.

 

Dies alles ist so verwirrend, daß wir selber manchmal nicht wissen, ob wir uns jetzt freuen sollen über unseren Aufenthalt hier oder nicht. Mit der Zeit beginnt man auch, liebgewonnene Gewohnheiten zu vermissen. Um so schöner ist es, wenn man seinem Lieblingshobby nachgehen kann. Und das können wir jetzt einmal die Woche Mittwochs.

 

Im Social Club gibt es jeden Mittwoch Salsa-Tanz. Wir haben eine Tanzlehrerin, die auf ganz hohem Niveau tanzt und auch sehr gut unterrichtet. Sie hat in London gelernt und verbringt auch die Hälfte des Jahres dort. Wir lernen hier die neuesten Figuren und ihr Stil ist sehr flüssig und elegant – macht uns viel Spaß. Leider kann man nirgendwo sonst in Gisborne richtig tanzen, also weder Salsa, noch Standard oder Latein, sondern es gibt nur Techno-Discos. Aber egal, wir freuen uns schon riesig, überhaupt den Mittwoch Abend zu haben.

 

Teil 4. Die kleine Rundreise

Abschnitt A – Napier/Masterton/Wellington

 

Vom 23. bis 29. Juni haben wir eine kleine Rundreise gemacht. Unsere erste Station war Napier im Süden von Gisborne. Das ist DIE Art Deco Stadt Neuseelands oder vielleicht auch darüber hinaus. Steht in jedem Reiseführer. OK, die paar Stilhäuser sehen ganz nett aus, aber man muß wohl Kunstgeschichte studiert haben, um das auf einen Blick zu erkennen. Es ist auch sonst eine schöne Stadt, hat durchaus Flair, viel besser als Gisborne. Scheint auch am Wohlstand zu liegen. Die Strandpromenade ist wirklich toll, sogar im Winter, wo in den Gärten keine Blumen gepflanzt sind sondern nur die braune Erde herausguckt.

 

Obwohl die Entfernung nur 200km beträgt, hat die Fahrt 4 Stunden gedauert (incl. Pause). Die Straße führt durch eine kurvenreiche Schlucht und da entgegenkommende Fahrzeuge nicht immer auf ihrer Spur bleiben, sind wir besonders vorsichtig gefahren. Als wir aus der Touristeninformation raus kamen war es schon halb zwei. Um zwei machen die Restaurants zu und wir hatten schon ziemlichen Hunger. Und weil wir in Gisborne sonst nur indisch essen und hier die Auswahl größer ist, hatten wir uns für indonesisch entschieden (auch gute Auswahl an vegetarischen Gerichten).

 

Wir gehen also zum Indonesier und sagen freundlich auf BahasaSelamat Siang“, doch die Küche ist zu, jedenfalls für Gäste. Also doch zum Inder. Die Navigation zum nächsten Restaurant ist schwer, weil wegen Straßenarbeiten die Verkehrsführung komplett umgekrempelt ist. Wo wir lang fahren müssten, ist abbiegen verboten. Also fahren wir zum anderen, weiter entfernten. Der hat auch zu. Letzte Chance, wieder zurück zum anderen, Parkplatz suchen. Punkt zwei angekommen, wir dürfen noch rein. Gut gesättigt kann es nun weiter gehen.

 

Von Napier aus sind wir weiter nach Masterton gefahren. Hier wohnt der Regisseur von Herr der Ringe. Es ist aber schwer, ihn auf der Straße zu treffen, man kann ihn höchstens sehen, wenn er mit seinem Hubschrauber zu seinem Haus fliegt. In Masterton haben wir dann 2 Nächte bei einem älteren Paar übernachtet. Pauline ist Lehrerin in einer Montessorischule und Steve ist Astrologe. Das Haus war sehr groß, so hatten wir unser eigenes Zimmer und Bad. Aber, wie fast alle Häuser hier, sehr kalt. Geheizt wird nur das Wohnzimmer. So kommt man schon mal auf die Idee mit Mütze zu schlafen.

 

Die zwei waren längere Zeit in Indien (haben dort bei einem Maharadscha gewohnt, sehr spannende Geschichte) und sind auch Vegetarier, also haben wir ihnen ein indisches Essen spendiert. Indische Restaurants gibt es überall in Neuseeland und dieses war besonders gut. Wir haben uns lange mit dem Besitzer und seinem Sohn unterhalten. Darüber ist unser Essen kalt geworden. Wir waren die einzigen Gäste. Bei der Abreise hatten wir noch einen Platten, aber das ließ sich regeln (Volles Ersatzrad im Kofferraum). Steve meinte, den Platten hätte er vielleicht voraussagen können, aber natürlich nur nach ausführlichem Horoskop.

 

Danach sind wir weiter nach Wellington (Hauptstadt) gefahren, da hat es so geregnet, dass wir für mehrere Stunden ins Te Papa Museum gegangen sind. Ein ziemlich großes und bekanntes Museum (jeder Kiwi fragt uns, wenn wir das Wort "Wellington" in dem Mund nehmen, "Wart ihr im Te Papa?") und der Eintritt war sogar for free. Das Museum hat Allgemeinbildungscharakter (eher etwas für Kinder). Viele der gebotenen Informationen stehen auch im Reiseführer, dennoch gab es ein paar sehr aufschlussreiche Details, besonders über die Maori-Kultur und die Geoaktivität Neuseelands.

 

Speziell in der Umgebung von Wellington kann man erstaunlich viele Drehorte vom „Herr der Ringe“ besuchen. Die meisten sind sogar in unserem Autoatlas eingezeichnet! (Tankstellen sind übriges nicht im Atlas eingezeichnet, was die Bedeutung des Films für Neuseeländische Autofahrer unterstreicht).

 

Die Rundreise Abschnitt B – Taupo und Hamilton

 

Von Wellington ging die Reise dann weiter über Taupo nach Hamilton. Dank Steve’s Tip konnten wir eine 50km Abkürzung nehmen, die in den Straßenkarten als eine Art „Feldweg“ eingezeichnet ist. Tatsächlich war die Straße so breit wie der normale Highway. Wir hatten Glück und die „Desert Road“ war noch nicht gesperrt. Diese Straße führt durch eine Art Steppenwüste zwischen zwei Bergketten hindurch (links am berühmten Tongariro Nationalpark entlang). Während der Fahrt hatten wir Hagel und Schnee. Bei zu viel Schnee sperren sie die Straße. Dann muß man einen 5-stündigen Umweg fahren. Abends im Fernsehen wurde dann gesagt, die Straße sei für morgen gesperrt.

 

Taupo ist ein sehr schönes Städtchen am gleichnamigen See gelegen. Es ist der größte See Neuseelands und hat richtige Wellen. Die Stadt hat touristisch einiges zu bieten und ist auf Sommerurlauber eingestellt. Entsprechend viele „Rooms Vacant“ Schilder sieht man nun im Winter. Ganz in der Nähe befinden sich die „Huka-Falls“, ein reißender Gebirgsbach, der in mehreren Stufen türkisblaue Wasserfälle bildet. Den 8m hohen Fall kann man mit einem Jet-Boot hoch- und herunterfahren. Der Spaß ist aber nicht ganz billig und heute sowieso nicht mehr, denn es dämmert bereits. Es ist noch ein ganzes Stück bis Hamilton und in der Dunkelheit fahren wir nicht gern, aber es klappt ganz gut. Ans Autofahren hier haben wir uns auch schon gewöhnt (rechts blinken, links scheibenwischen).

 

In Hamilton haben wir auch zwei Nächte geschlafen und haben uns den Minigolfplatz angesehen (das gehört zu Kerstins Arbeit, sie muß den Gisborner Minigolfplatz verbessern). Einen Tag waren wir in Auckland. Nichts besonderes aber doch ganz nett. Ist wohl hauptsächlich wichtig zum Einkaufen, weil man in der Provinz nicht alles bekommt. Der Hafen und die Skyline werten auch ganz schön auf. Die Häuser haben Stil, keine so hässlichen Betonklötze wie in deutschen Städten. Wenn ich da an Stuttgart denke... Dennoch, ich glaube man geht nach Neuseeland wegen der Natur, nicht wegen der Architektur. Ich bin auch froh, daß niemand von uns ein Souvenir erwartet. So ist mir der Einkaufsbummel erspart geblieben (und genug Platz im Koffer).

 

Die Rundreise Abschnitt C – Rotorua und zurück

 

Auf dem Rückweg sind wir über Rotorua gefahren und haben beim gleichen B&B übernachtet, wie schon kurz nach unserer Ankunft in Neuseeland. Die Gastgeber, Trevor und Trinka, sind Koreaner, wobei er ursprünglich Schotte ist aber er nennt sich selbst Koreaner, hat 30 Jahre dort gelebt und ist nun seit 14 Jahren in Neuseeland. Die beiden haben sich sehr gefreut uns wiederzusehen. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit um uns zu unterhalten – sie mussten sich um die anderen Gäste kümmern und wir mussten die Minigolfplätze (Rotorua hat 2, eigentlich sogar 3) begutachten. Dieses B&B ist das einzige in Rotorua (vielleicht in ganz Neuseeland) mit eigenem vulkanischem Pool. Dieser wird also nur mit dem heißen vulkanischen Wasser, das direkt aus der Erde kommt, gespeist. Außerdem nützen sie das Wasser um das ganze Haus zu heizen. Es ist wahrscheinlich das wärmste Haus Neuseelands. Wir haben uns erst einmal richtig aufgewärmt und ein heißes Schwefelbad genommen. Herrlich!

 

Im B&B haben wir auch Bekanntschaft mit einem 79 Jahre alten Dänen gemacht, der ganz allein reist. Er ist normalerweise mehr in Australien unterwegs und wartet hier auf ein Visum, um wieder einreisen zu dürfen. Er hat niemanden mehr und irgendwie hat er uns auch Leid getan. Also der letzte Mohikaner sozusagen. Wir haben uns lange Zeit mit ihm unterhalten und er hat einiges von sich erzählt. Spannende Geschichten. Er hat wohl kein Glück mit Frauen gehabt, hat nie geheiratet und ergo auch keine Kinder. Wenn die Australier ihn nicht mehr nehmen geht er weiter nach Fiji. Ob er wieder nach DK zurückgehen wird weiß er nicht. Familie hat er ja keine mehr.

 

Von Rotorua ging es dann weiter nach Whakatane (jetzt muss ich mal einstreuen, dass das Neuseeländische WH wie ein F gesprochen wird, also „Fakatane“). Wir hätten dort die Möglichkeit gehabt mit Delphinen im Meer zu schwimmen, aber das Winterwasser (10 Grad) hat uns dann doch davon abgehalten. Die sagen zwar, mit Neopren kein Problem, aber Kopf, Hände und Füße sind halt doch bar. Wir müssen eben noch mal im Sommer herkommen, wenn es irgendwie möglich ist. Im Nachhinein war es auch besser dass wir nicht schwimmen waren, denn an dem Morgen, an dem es losgehen sollte, regnete es wieder in Strömen. Da hätten wir uns um die 150 Euro geärgert. Vielleicht haben wir kurz vor unserer Abreise besseres Wetter. Wo hat man sonst die Gelegenheit, so etwas Besonderes zu tun?

 

Von Whakatane nach Gisborne ging es dann wieder durch die große „Gorge“ (es gibt eigentlich zwei, die nach Gisborne führen, aber nur die große nennen sie auch so). Da es geregnet hat, muss man mit Steinen auf der Straße rechnen. Wir fahren im dunkeln vorsichtig. Für die Kiwis ist das natürlich eine öffentliche Rennstrecke – Ausgleich für die 100 km/h Tempolimit, die überall gelten.

 

Teil 5. Der Alltag

 

In Gisborne setzt sich die Schlechtwetterperiode fort, aber bei milderen Temperaturen. Die Stromrechnung für Juli ist niedriger als erwartet und so gönnen wir uns den Heizofen jetzt öfter und länger, manchmal die ganze Nacht. Dann ist es morgens früh schon erträglich warm. Wir beobachten, wie sich unsere Laune dadurch erheblich steigert. Eine gemütliche Wohnung ist eben warm.

 

Anfang August bekommen wir gutes Wetter, teilweise bis 20 Grad am Mittag. Schade, daß Kerstin arbeiten muß. Ich habe auch in meinem Programm einen Fehler festgestellt und kann den Computer nicht stehen lassen, bis es behoben ist bzw. bis zu dem Punkt an dem ich von Neuseeland aus nicht mehr weitermachen kann (weil manche Daten eben doch zu Hause bleiben mussten). So verpassen wir ein paar ganz tolle Tage. Am Strand ist es allerdings windig.

 

Ich zwinge mich, wenigstens eine Stunde am Tag zu nutzen und gehe jetzt 2x die Woche auf die Driving Range. 100 Bälle kosten 10 Dollar, so ca. 20 mal weniger als im Bad Homburger Golf Club. Es geht eigentlich viel einfacher als ich dachte, zumindest im Prinzip. Leider geht es aber um mehr als nur treffen, Richtung und Entfernung müssen auch stimmen, also sollte ich mehr über, solange es noch geht.

 

Als bei den Unwettern die Netze reißen, ist die Driving Range für über 1 Woche geschlossen. Ich gehe zum Golf Club, da gibt es auch eine Practice Range. Die ist zwar nur für Mitglieder, aber ich treffe hier auf Jerome, der hier jeden Tag nach der Arbeit von 2 Uhr bis Sonnenuntergang übt. Er leiht mir einen Schläger und lässt mich ein bisschen „chippen“, später auch abschlagen. 1 Woche später fühle ich mich fit, um eine Partie mit Phil, Kerstin’s Chef, zu spielen. Phil ist, obwohl er nur 2 mal im Jahr spielt, sehr gut, denn er ist auf einem Bauerhof aufgewachsen uns spielt Golf seit er 6 Jahre alt ist. Mit etwas Glück schaffe ich es, ihn bei einem Loch zu schlagen, sonst habe ich mich wohl eher blamiert. War aber mal ein schönes Erlebnis, und in Deutschland dürfte ich noch nicht einmal spielen!

 

Wir nutzen noch ein paar Wochenenden für Ausflüge, aber wo immer wir hinkommen, ist schlechtes Wetter. Karapiro-kalter Regen, Rere Falls-Regen, Mahia-stürmisch und kalt, East Cape-alles zusammen mit ein paar Gucklöchern Sonne. Nur in Gisborne ist das Wetter gut. Das ist auch nicht ungewöhnlich, denn Gisborne liegt so weit im Osten, dass die kalten Winde, die von der Antarktis und dem Tasmanischen Meer über Neuseeland hinwegrollen (die sogenanntenSoutherlies“) den District nur streifen.

 

Teil 6. Die letzten Wochen in Gisborne

 

In Deutschland wurde ja von den Unwettern in Neuseeland berichtet, weswegen sich einige Sorgen um uns gemacht haben. Aber davon haben wir nicht viel mitbekommen. Gisborne hat tatsächlich das beste Wetter in ganz Neuseeland. Aber wir wissen, dass selbst im Gisborne District viel durch Regen kaputt gegangen ist. Verantwortlich dafür ist wahrscheinlich das Erdbeben von letztem Dezember. Es hat einige Häuser, die Erde und Straßen aufgerissen und in die vorgeschädigten Gefüge ist das Wasser dann eingedrungen und konnte so erst richtig Schaden anrichten. Der Juli war überhaupt für ganz Neuseeland der regenreichste seit der Aufzeichnung des Wetters*.

*Der August auch (Nachtrag).

 

Während unserer vorletzten Woche, hatten wir einen Feuerarlam in unserem Apartment. Ein Nachbar hat sein Garlic Bread so lange  in der Mikrowelle erhitzt, bis es zu brennen anfing! Die Feuerwehr ist gekommen und alle mussten das Haus verlassen. Fast alle Häuser haben hier Feuermelder. Über Lautsprecher wurde dann durchgesagt, dass das Haus evakuiert werden muss. Nach kurzer Aufregung und viel Gestank, durften wir aber schon bald wieder in die Wohnungen zurück. Am nächsten Tag haben wir genau diesen Nachbarn getroffen und ihn gefragt, ob er heute kein Knoblauchbrot essen wolle. Der schüttelte nur den Kopf.

 

Kerstins Arbeit ist beendet. Der Abschlußbericht hat geschlagene 40 Seiten und alle sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Unser Aufenthalt in Neuseeland neigt sich so langsam dem Ende. Am Donnerstag war der letzte Arbeitstag, Freitag ist schon frei. Am Abend gab es noch eine Abschiedsfeier, bei der wir teilweise sehr gerührt waren. Es wird ein komisches Gefühl sein, Neuseeland nach so "langer" Zeit wieder zu verlassen.

 

Wir werden das Land sehr vermissen, besonders die Freiheit die man hier hat. Es gibt hier viel Platz und alles ist viel lockerer. Außerdem kann man hier tun und lassen was man gerade will und keinen stört’s. Die Menschen hier sind kein bisschen spießig und man beginnt so langsam, sich die gewohnheitsmäßige Frage „darf man das?“ abzugewöhnen. Klar: in Neuseeland ist alles erlaubt, was nicht verboten ist, während in Deutschland eben alles verboten ist, was nicht explizit erlaubt ist. Die vielen kleinen Problemchen, die es gibt, fallen dann langsam nicht mehr ins Gewicht. Auch den Umgang mit der Kriminalität lernt man, wenn man weiß, wann man an bestimmten Orten sein darf und wann nicht bzw. wie man sich da zu verhalten hat.

 

Teil 7. Die große Rundreise

 

Jetzt nutzen wir noch die letzten 2 Wochen um ein bisschen rumzureisen. Am 29. heißt es dann ade. Zur Zeit sind wir auf der Coromandel Halbinsel. Es gibt ganz wunderbare Ausblicke und vor allem Strände. Das Meerwasser hatte alle Blautöne, die man sich nur vorstellen kann. Die Küste ist abwechslungsreich mit vielen Buchten, zerklüfteten Felsen, dann wieder weite Sandstrände und Inseln. Die ganze Halbinsel ist bergig bzw. hügelig mit großen Wiesen, auf denen Kühe und Schafe grasen, zwischendurch kleine Wäldchen und Felsen. Hier genießt man landeinwärts Allgäu, seeseitig Algarve.

 

Wir gönnen uns hier auch die ersten (und vielleicht einzigen) zwei Tage Strandurlaub. Am Hot Water Beach kommt heißes vulkanisches Wasser an den Strand. Im richtigen Verhältnis mit Seewasser gemischt bekommt es angenehme Badewannen-Temperatur. Bei Cathedral Cove ist der Strand gut gegen Wind geschützt und es ist der sonnigste Tag hier im Norden seit Anfang des Winters. So können wir mehrere Stunden sonnenbaden.

 

Am nächsten Tag ziehen wieder Wolken auf und es wird kalt. Auf den Berggipfel von Castle Rock klettern wir nicht ganz hinauf (fehlen noch ca. 200 Höhenmeter) wegen dem starken Wind. Man hat auch von halber Höhe aus einen sehr weiten Blick, allerdings nur auf die eine Hälfte der Halbinsel (die andere liegt aber sowieso ganz in Wolken). Wir bleiben die Nacht in Coromandel Town und fahren dann an Auckland vorbei nach Whangarei, der Hauptstadt der Provinz Northland. Hier gibt es keinen richtigen Winter und wir haben mit 3 Grad eine der kältesten Nächte hier überhaupt (also seit Captain Cook).

 

Das Backpackers Hotel, das wir nach einigem Umstand noch in letzter Minute vor Schließung erreichen, ist eigentlich eher ein Campingplatz mit separaten Baracken für Toilette, Dusche, Küche, Aufenthaltsraum etc. Es liegt direkt neben den Whangarei Falls. Die Wasserfälle sind zwar nur 15 Meter tief, aber in sehr schöner Umgebung und wirklich fotogen. Man kann auch halb hinter den Fall gehen und ihn von hinten betrachten, allerdings nicht ganz hindurchgehen.

 

In der Nähe sind ganz süße kleine Buchten mit Stränden, Häfen, Fischerhütten und Ferienhäusern. Hier kann man ganz ungestört Urlaub machen. Nach nur 1 Stunde Fahrt erreicht man Paihia, ein absolutes Touristennest an der Bay of Islands. Da jetzt keine Saison ist, sind auch die meisten Attraktionen geschlossen. Gegenüber und mit der Fähre zu erreichen liegt Russel. Der Vorort Otianga war Neuseelands erste Hauptstadt, schon ein paar hundert Jahre her. Leider ist der Regen ausgebrochen, als wir ankamen. Bis zum Abend wurde er immer stärker.

 

Die letzten 2 Tage werden die besten. Wir erleben tolle Sonnenuntergänge am Cape Reinga, dem „Kap der Unterwelt“. Hier gehen die toten Seelen der Maori durch die Wurzel eines Kauri-Baumes ins Jenseits. Von dort aus sollen sie zurückkehren nach Hawaiki, dem Paradies und der ursprünglichen Heimat, von wo aus sie ursprünglich nach Aotearoa gekommen sind. Man kann hier fantastische Wanderungen machen, allerdings muß man dazu den ganzen Tag oder gleich mehrere einplanen, so zwischen 20 und 200 Kilometer.

 

Wir machen eine Tagestour über die Riesendünen zum 90-Mile-Beach. Pro Stecke gut zwei Stunden nur durch Sand und Salzsumpf. Am Strand sehen wir kurz den Tour-Bus, der hier täglich entlangfährt. Der 90-Mile-Beach ist hier offiziell eine Autobahn! Allerdings sollte man nur bei Ebbe und mit Allrad fahren, Mietwagen sind sowieso nicht erlaubt. Sehr schön hier. Leerer Strand wohin man sieht. Ein kleines bisschen windig und der Jahreszeit entsprechend nicht so warm. Nach ein paar Stunden Ausruhen kehren wir um. Von den steilen Dünenhügeln rutschen wir auf Plastiktüten herunter. Das ist ein Riesenspaß.

 

Die letzte Nacht verbringen wir in einem Hotel nahe dem Flughafen. Unser größtes Problem ist jetzt das Kofferpacken. Wir haben zwar kaum Souvenirs gekauft und ein paar unserer eigenen Sachen verloren, trotzdem kommen wir mit mehr zurück als hin. Wir machen das Auto sauber und gehen schlafen. Am nächsten morgen geben wir das Auto nach 91 Tagen zurück. Keine Probleme, nur wegen dem kaputten Plastikteil an der Tür behalten sie 300 Dollar Kaution ein. Der Flug geht erst am Nachmittag, so daß wir heute viel warten. Reisen ist anstrengend, so sind wir froh, als es endlich los geht.