Australia
4.-30.5.2008
Von Sydney über
Brisbane, Airlie Beach (Cairns war eigentlich
geplant, haben wir aber wegen schlechtem Wetter ausgelassen), Alice Springs, Yulara und zurück nach Sydney in 4 Wochen war schon
ziemlich viel. Deshalb haben wir auch nur die erste Hälfte dokumentiert, die
dafür aber recht ausführlich.
1. Tag
Vor 5 in Sydney angekommen,
Koffer geholt. Minimale Kontrolle. Im Flughafen rund 2 Stunden auf den
Tagesanbruch gewartet. Wir laufen herum, schauen in die (noch geschlossenen)
Läden, um eine Ahnung vom Preisgefüge zu bekommen. Man braucht auch ein Gefühl
für die fremde Währung. Den Umrechnungsfaktor von 1,64 hat man nicht so schnell
drin. Zum Autovermieter müssen wir mit dem Taxi. Lange Warteschlange. 7:50 Die Taxifahrt
dauert nur 5 Minuten und kostet 15 Dollar (ca. 10 Euro). Beim Vermieter zahlen
wir erst noch mal 173$ in Bar für Gebühren. Das Auto sieht neu aus, der Hiace
hat aber schon 54000km drauf. Die allermeisten Wagen hier sind Japaner oder
Koreaner. Klar, das ist von Australien nicht so weit wie zu uns, und die sind
angeblich spottbillig hier. Der Hiace kostet neu laut Verkäufer 27000$ ohne
bzw. 45000$ mit Umrüstung. Bei uns ist ein Camper nicht in Euro für den Preis
zu haben. Wir sind erstaunt. Daß Australien preiswerter ist als Deutschland
beruhigt, zumal der Euro die letzte Woche steil über den Aussie-Dollar
abgefallen ist. Wir kaufen erst mal das Nötigste ein und fahren dann Richtung
Norden zum Bondi Beach, da wo auch Germany’s Next Top Models
sich im Sand wälzten. Es ist kühl aber die Sydneyer laufen in Badesachen rum.
Wir sind todmüde. Erst mal in die Sonne legen. Parken ist ein Luxus, ab 4,50
die Stunde. Haben die hier zu wenig Platz? Dickster Verkehr auf der Straße nach
Westen. Wir kaufen eine Telstra SIM-Karte
und 240V-Adapter und sitzen auf dem Massagestuhl. Kommen ziemlich fertig am
Campingplatz an, es wird kalt.
2. Tag
Ab 1:30 wach, müde,
frierend, 2 mal Pipi kurz vorm Platzen. Oben 5 Lagen
(T-Shirt, Langarmpolo, Pullover, Schlafanzug-Oberteil, Jacke), unten 2
(Schlafanzug-Unterteil, Hose), dann Schlafsack. 4:30 aufstehen, es hat keinen
Sinn. Zu kalt. Es geht Richtung Katoomba. Im Ort ist
keine Info zu finden, also den Schildern entlang zu den Three
Sisters. An einem Lookout
frühstücken wir auf der Bank in der Morgensonne. Weiter geht’s zum
„Grand Canyon“. Die 4-Stunden-Trekking-Tour ist uns wegen dem Jetlag
noch zu lang. Wir beschließen zurückzukommen, wenn die Sonne besser steht.
Weiter geht’s zum Visitor Center und einem
weiteren Aussichtspunkt. Auf der Suche nach den Wasserfällen verfahren wir uns
und kehren zurück zum Grand Canyon. Dort ein bisschen Klettern und Sonnenbaden.
Wir treffen die Creationisten. Das Gespräch zieht
sich bis in die Dämmerung. Rückweg zum Campground und
Ankunft bei Dunkelheit. Einkaufen im Aldi.
3. Tag
Es geht nach Sydney.
Viel Verkehr. Zuerst zum Mrs MacQuarie
Point. Wetter unbeständig. Parken exorbitant ($6/halbe Stunde). Wir laufen
etwas herum. Fledermäuse und Papageien im Park. Zur Oper. Der Navi lotst uns 2x falsch, schließlich landen wir auf der
anderen Seite der Brücke. Auch hier ein echtes Parkproblem, aber wir schaffen
es, in der Jeffrey Street einen kostenlosen (!!!) Parkplatz zu erwischen. Walk
über die Brücke, Aufstieg zum Pylon (19$ Eintritt). Lohnt kaum, da kein
besonderer Ausblick. Weiter zur Harris Street, wo laut Touristinfo
mehrere Inder sein sollen. Wir laufen. Boxen ist hier Volkssport. Langer
Marsch, ca. 1 h. Und der einzige Inder hat zu. Der Thai ist aber preiswert und
gut. Fahrt mit dem Schiff zur Oper, dann per Bootstaxi auf die andere Seite.
Vor der Rush Hour raus,
aber es dauert doch zu lange. Wir stoppen bei Dunkelheit an einem großen
i-Parkplatz vor Gosford bzw. Woy
Woy.
4. Tag
Trotz wild campen nahe Autobahn sehr gut geschlafen. Wir fahren über The Entrance. Nicht viel zu
sehen. Nach Port MacQuarie. Bummel durch die Stadt,
nett hier. Tolle Uhr gesehen. Der Inder hat zu. Weiter bis Ballina.
Trotz später Ankunft ist der Manager noch da. Sehr sauber hier. Internet funzt
trotz stundenlangen Probierens nicht, aber schlafen.
5. Tag
Der Navi bringt uns dank genauen Suchens per Hand zum Currumbin Wildlife Park. Die Straße kennt er nicht mit
Namen. Super Erlebnisse: Papageien füttern, Kängurus, Vögel, K. hält einen Koala
auf dem Arm und Schlange in der Hand, die Loris zerkratzen mir die Hand und
kacken mich voll. Außerdem eine „Schlangenshow“ mit
Erste-Hilfe-Tipp. Von den 10 giftigsten Schlangen der Welt kommen 10 in
Australien vor. Na wie beruhigend. Um 2 Uhr weiter Richtung Rainbow Beach. Die
Straße ist eine Gravel Road. Navi blöd. Die Aussies
auch: „Gut 3 Ks“. Nach 10km drehen wir um und fahren Autobahn.
Umweg 80km und 2h. Ziemlich spät in Rainbow Beach und campen darf man auch
nicht überall. Wild campen am Waldparkplatz. K. hat
Angst wegen Schlangen u.ä.
6. Tag
Sonnenaufgang am
Strand sehr schön, aber nach dem Tanken kommen wir zu spät zur Day Tour nach Fraser Island. Trotz happigen Preises ärgerlich, da schöner
Tag und gute Attraktion. Wir meinen bei den Whitsundays mehr Auswahl zu
bekommen und fahren weiter bis Banaraby (Gladstone)
zum Lake Awoonga. Der Park hat angeblich Internet
aber eigentlich hat er gar nichts. Ich bin schon etwas durcheinander und buche
die Nacht, warum weiß ich nicht. K. findet es gut, na Hauptsache. Am Abend wird
es wieder kühl. Obwohl wir jetzt weiter im Norden sind ist der See etwas höher
gelegen. Ich bin etwas besorgt aber es soll wohl so sein, wer weiß warum.
Außerdem sehen wir frei laufende Kängurus.
7. Tag
Lange Schatten am
Lake Awoonga, alles ist etwas diesig. Der See ist
groß und leer. Da es weder etwas zu sehen noch zu tun gibt, fahren wir weiter. Eine
lange Fahrt auf der steppenhaft anmutenden Route. Wenig Abwechslung aber
angenehmer Strand bei Ebbe. Es wird spürbar wärmer. In Airlie Beach um 4.
Einkaufen, Tour für morgen buchen. Late Arrival am Campground, alles OK.
8.Tag
Um 7 zur Rezeption
und zahlen. Um 8:15 kommt der Bus, der uns zur 3 Island Cruise bringt. Das
Wetter sieht nicht gut aus. Morgens Schauer und über den Whitsundays liegt eine
graue Wolkendecke, das beeinträchtigt etwas die Fotos. Auch das Baden ist
irgendwie zu kalt. Als es nach dem Schnorcheln in Strömen regnet, ist uns
wirklich kalt. Danach interessante Erlebnisse: Schlange auf dem Rainforest Walk und schwimmen mitten unter den Fischen (beim
füttern). Das Wetter soll leider die ganze Woche so bleiben. Also kein Rundflug
morgen. Jetzt wird die Wahl schwierig. Auffällig ist die gute Musik in den
Supermärkten. Nur Hits und gut ausgewählt (keine B-Auskopplungen etc.). Im
Reiseführer lese ich: Es gibt im Outback auch eine
Fruchtfliegenverbotszone. Dort darf man keine Früchte einführen. Auch
verschwinden ein paar Klischees. Nicht alle Aussies sind schwer zu verstehen, supernett
und sportlich. Machen aber insgesamt schon einen gelasseneren
Eindruck. Smalltalk wie in Amerika. Angenehm, aber man soll nicht zuviel davon
halten. Statt How do you do
gibt es hier nur How are you. Das kann auf die Dauer und bei Nichtgewöhnung auch
schon mal lästig werden. Man muß eben seine Gewohnheiten umstellen, dann klappt
es gut.
9.Tag
Nach dem Essen und
Aufräumen waschen wir noch schnell die schmutzige Wäsche. Manche Sachen kommen
aber schmutziger raus als rein, z.b. K.s Unterhemd. Um 10 geht es Richtung Conway
zum Wasserfall. Wasser fällt da zwar keins, aber der Felsen ist ganz nett.
Tolle blaue Schmetterlinge. Man könnte auch baden, aber der
„Strand“ ist grob steinig. Bei Conway
Beach ist Ebbe und km-weit kein Wasser. Außerdem fängt es an zu stürmen. Wir
fahren zum Flughafen und erkundigen uns nach dem Wetter. Mittwoch soll es
wieder gut sein. Aber erst mal kriegen wir einen kräftigen Guß. Shute Harbour ist nett. Man fühlt
sich eher wie auf einer Insel. Ein paar Postkarten werfen wir noch ein, bevor
wir in der zuvor ausgekundschafteten Parkbucht wieder campen. Sehr ruhig.
Mehrmals durch die Baustellenampel gefahren. Wir schlafen bis es hell wird.
10.Tag
Wir versuchen ein
paar gute Fotos vom Sinnenaufgang zu machen. Das Wetter ist wie die letzten
Tage. Wir fahren erst mal einkaufen aber der Supermarkt macht erst um 8 auf. Mango
Licorice nicht besser als Strawberry. Ich bekomme einen Aussie-Haarschnitt.
Etwas nervös wegen der Zeit und weil unsere Nachmieterin nicht das Geld für die
Küche überwiesen hat. Dollar auf 1,64 runter. Es wird teurer. Da ist die
Wechselstube im Verhältnis billig. Also zur Lagune, Sonnebaden. Am Nachmittage
zum Flame Tree Caravan Park. Schöner Flammenbaum. Der
Flughafen ist direkt daneben und wir sehen die Chopper unermüdlich abheben.
Aber nach Dunkelheit ist Ruhe. Wir buchen den Flug für morgen.
11. Tag
Heute ist der große
Tag. Wir sind früh fertig und gehen schon um 8:30 zum Flugfeld. 9:30 hebt der
Caravan ab. Das Wetter hebt ebenfalls, wenn auch nicht optimal. Unter den 250
Bildern die wir beide abwechselnd verschießen sind sicher ein paar tolle dabei.
Ein paar Mal kommen wir in Turbulenzen und es fährt in den Magen. 10:30
Landung. Nun geht es nach Townsville. Es regnet immer
öfter und länger. Wir beschließen nur noch bis zu den Wallaman
Falls zu fahren, dann in Townsville ins Marine
Aquarium und dann weiter. Wir kaufen 2 Früchte (Canistel). Bis zu den Falls
schaffen wir es nicht mehr. Übernachten 40km davor am Krokodilwarnschild. Die
Grillen sind laut. Als sie verstummen, trommelt der Regen aufs Dach. Zum Glück
habe ich Ohrenstöpsel.
12.Tag
Es hört nicht auf zu
regnen, alles ist trüb. Trotzdem erst mal zu den Fällen Es kommt mehrmals
Gravel Road, aber nur kurze Stücke (1-2km). Kurvig und steil. Mehrmals liegen
Äste auf der Straße, 2x Kühe, 1x Wildschweine. Lookouts
zwischendurch und auch beim Fall total vernebelt. Um 8:45 zeigen sich blaue
Löcher am Himmel. Wir wollen der Sonne eine Chance geben und warten im Auto auf
Besserung. 1h später wird es klar. Ich gehe auf das wohl widerlichst
stinkende Plumpsklo der Welt. Hauptsache Deckel zu. Die Schweizer sind schon
zum 2. Mal hier, das 1. Mal für 4 Monate und jetzt für 5 Wochen: Auf dem
Rückweg wird das Benzin knapp aber in Ingam gibt es
eine Tankstelle. Wir kaufen noch mal Dragonfruit im Frosty Mango und fahren
dann in den Paluma Park. Baden im Wasserfall,
Blutegel entfernen und um 7 schlafen.
13.Tag
Vom Bergparkplatz in Paluma geht es nach Townsville.
Jetzt finden wir auch heraus, daß Patronella Park in
der anderen Richtung liegt. Erst die i suchen, weil wir den Flyer nicht finden.
Aber kaum Umweg. Das Reef HQ ist preiswert (21,50 pp).
Es gibt auch nicht zu viel zu sehen. Interessante Führung. 5 tödliche
Haiangriffe im Jahr, >100Mio tote Haie im Jahr. Gegen 1 Richtung Westen. Um
14:30 in Charters Towers. K. hat Hunger auf warmes aber alle Restaurants
schließen um 2. Noch mal einkaufen. Custard Apple,
Passion Fruit, Papaya, Melon, red
tipped Bananas. Card Reader
für 31$. Weiter Richtung Mt Isa.
Nach dem Abendessen müssen wir uns geschlagen geben. Mt
Isa werden wir heute nicht erreichen. Mehrmals
tanken, auch kleine Mengen. Sicherheitshalber. Wir übernachten in einer Stadt
irgendwo zwischen Richmond und Clooncurry
neben einem Haus. K. will auf einen Campingplatz.
14.Tag
6:15 im Schlafanzug
weiter nach Westen. Vor Mt Isa
frühstücken an überdachtem Tisch. Es ist schon nach 9 und ziemlich warm. In Mt Isa 5 Tankstellen innerhalb
500m und Preise von 1,38 bis 1,68. Wir tanken für 1,49 bei Caltex.
Bei Caltex direkt daneben ist es 10 ct billiger. Lookout, dann Zähneputzen
im Coles. Weiterer Stop am Moondarra Lake mitten in
der Wüste. Die Landschaft ändert sich von baumig zu buschig zu grasig, aber
ganz gelbbraun hoch und trocken. Viele Rinder, toter Eisbär am Straßenrand
(weiße Kuh). Tanken, Essen, Fahren, Termitenhügel am Rand, verbrannte
Landschaft. Gerade als ich die Bilder auf den Computer ziehe
(20min). Wir bleiben 10min stehen und ich bekomme den 5cm Kratzer am Schienbein
von den Büschen. Die Gräser sind messerscharf. Am Three
Way Roadhouse tanken (1,80/L) und campen. Endlich
duschen. Gute Nacht Fotos.
15.Tag
Gut geschlafen und
lange. Die Uhr muß in NT ½ h zurückgestellt werden. Halb 8 Tee kochen. Viele
Fotos bei Devils Marbles.
Zu Wycliffe Wells die Aliens gesehen. Tanken 1,93/L.
Fruit Fly Protection Zone. Dürfen wir jetzt Früchte mitbringen oder nicht? Am
Mango Outlet gibt es zwar keine Mangos (Saison bis April) aber wir kaufen eine
Pampelmuse. Für Mangomarmelade haben wir keinen Platz im Gepäck und zum
Wegwerfen ist es zu schade. Als wir in Alice Spring ankommen, leuchtet gerade
die Tankanzeige. Zum Camping platz, dann Sonneuntergang am Anzac
Hill und Essen beim Chinesen. Für 27$ gar nicht schlecht aber nur
Plastikgeschirr. Die Luft ist den ganzen Tag kalt, jetzt auch der Camper. Also
füllen wir 4 Flaschen mit heißem Wasser. Um halb 5 ist es aber bitter kalt wie
in der 1. Nacht. Strahlend heller Vollmond, blendet fast. Alle Akkus wieder
aufgeladen.
Die restlichen 12
Tage waren wir zu faul zum schreiben, obwohl es natürlich massenhaft
interessante Dinge zu berichten gäbe. Die Aborigine-Kinder,
die Uluru-Besteigung, das Whale-Watching…
Hier also eine kleine Auswahl an Bildern, zum Appetit anregen.



Gold Coast



Ein Termitenhügel im

Kata Tjuta (The Olgas)

Uluru (Ayers Rock)

Uluru bei Vollmond

Eukalyptus beim Uluru

Wal